KMU-innovativ: Materialforschung (Mat2KMU) – Bewertungsstichtag 15. Oktober 2026
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert mit Mat2KMU risikoreiche, vorwettbewerbliche Forschung und Entwicklung mit einem klaren Schwerpunkt auf neuen oder deutlich verbesserten Materialien. Der Projektträger Jülich kennzeichnet den Aufruf als „Einreichung möglich“.
Einreichung und Bewertungsstichtag
Projektskizzen können laut Projektträger jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage sind der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres. Der 15. Oktober 2026 ist daher ein nächster Bewertungsstichtag, keine allgemeine Ausschlussfrist; verspätete Skizzen können möglicherweise erst zum nächsten Stichtag berücksichtigt werden. Wer eine Skizze zum Oktober-Termin einreichen will, sollte die aktuelle Verfahrenslage direkt mit PtJ klären.
Wer kann beantragen?
Antragsberechtigt sind KMU nach EU-Definition mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie bestimmte mittelständische Unternehmen, die einschließlich verbundener und Partnerunternehmen höchstens 1.000 Beschäftigte und 100 Millionen Euro Jahresumsatz haben. Einzelvorhaben und Unternehmensverbünde sind möglich. Assoziierte Großunternehmen für eine spätere wirtschaftliche Umsetzung sind ausdrücklich erwünscht.
Was muss das Vorhaben leisten?
Im Mittelpunkt müssen neue Materialien oder Werkstoffe mit deutlich verbesserten Eigenschaften stehen. Jeder Projektvorschlag soll die Digitalisierung von Werkstoffinnovationen behandeln und mindestens ein weiteres Mat2Twin-Thema adressieren, etwa Materialkreisläufe, neue Funktionalitäten, technologische Souveränität oder bioinspirierte Materialien. Die Materialentwicklung selbst muss Schwerpunkt bleiben; eine anschließende Produktentwicklung kann beschrieben werden, ist aber nicht Fördergegenstand. Typische Laufzeit: zwei Jahre, in begründeten Fällen bis zu drei Jahre.
Die Förderung ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss. Förderfähige Kosten und Förderquote richten sich nach den BMFTR-Regeln für Ausgaben- bzw. Kostenbasis und den AGVO-Vorgaben; auf der Programmseite ist kein einheitlicher Pauschalbetrag genannt. Für ausgewählte Anwendungsfälle verlangt die 2026 geänderte Richtlinie außerdem, die Interoperabilität mit der Plattform MaterialDigital in der Skizze darzustellen.
Projektfit
Ein software- oder KI-basiertes Produktionswerkzeug allein erfüllt den Materialfokus nicht. Ein Vorhaben wäre nur dann weiter zu prüfen, wenn ein antragsberechtigtes Unternehmen eine konkrete Materialforschungsfrage, neue Werkstoffeigenschaften, die digitale Werkstoffkomponente und passende FuE-Arbeitspakete belegt. Ohne diese Nachweise ist kein Match bestätigt.
Offizielle Quellen
• Projektträger Jülich – aktueller Aufruf und Stichtage: https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/mat2twin/mat2kmu
• BMFTR – Mat2Twin/KMU-Förderung: https://www.werkstofftechnologien.de/foerderung/kmu-foerderung
• Bundes-Förderdatenbank – Mat2KMU: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/mat2kmu.html
• Änderungsbekanntmachung 2026: https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/a0KtdXPmRjyT6bJOQaf/content/a0KtdXPmRjyT6bJOQaf/BAnz%20AT%2011.05.2026%20B2.pdf?inline=
Quellenstand: 9. Oktober 2026. Vor Antragstellung sind Richtlinie, Änderungsbekanntmachung und vollständige Antragsunterlagen maßgeblich.
EU tender DIMOS VIII: financial IT systems (EC-BUDG/2026/OP/0014)